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Sind Essstörungen bei Kindern durch die Pandemie gestiegen

03.08.2021

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Die Corona Pandemie hat die ganze Welt sehr stark getroffen. Doch besonders Jugendliche und Kinder leiden stark unter den Folgen. Die meisten alltäglichen Dinge fallen seit über einem Jahr weg. Keine Schulbesuche, stark reduzierte soziale Kontakte, keine Möglichkeiten Sport mit anderen Leuten zu machen, sich mit seinen Freunden zu treffen, Geburtstage zu feiern und vieles mehr. Kinder und Jugendliche wurden isoliert und die Möglichkeit positive Ereignisse zu erleben, wurde ihnen genommen. Die ganzen Beschränkungen haben dazu geführt, dass die Mehrheit aller jungen Menschen vereinsamt ist. Dadurch gab es einen Anstieg an psychischer Belastung. Diese äußert sich nicht nur in einer Zunahme von Depressionen, sondern auch von Essstörungen. 


Viel Zeit Zuhause macht Essen greifbarer 


Durch die Pandemie wurde der ganze Alltag nach Hause verlegt. Die Schule findet online über Zoom Calls statt, mit den Freunden telefoniert oder chattet man, auf den sozialen Netzwerken scrollt und scrollt man, bis einem auffällt, dass schon 3 Stunden vergangen sind. 


Man hat kaum Bewegung, Essen ist immer greifbar und es gibt nicht viel zu machen. 
Besonders junge Mädchen sind anfälliger dafür, an einer Essstörung zu leiden. Durch das Bild von einer schlanken, fitten und schönen Frau auf diversen sozialen Netzwerken, fühlen sich viele verunsichert und kreieren in ihrem Kopf ein falsches Bild von sich selbst. Auch bei Jungen ist es so. Fitness, Diäten und Essen sind große Themen auf den Sozialen Netzwerken. Junge Menschen sind leichter zu beeinflussen und durch dieses verkehrte Bild von einem perfekten Menschen zu erreichen, tun manche alles. Und dazu gehört es auch zu hungern. 


Um nicht zuzunehmen oder ihr Gewicht beizubehalten, fangen manche an Kalorien zu zählen, weniger oder gar nicht zu essen. Durch die Pandemie gibt es keine Struktur mehr im Leben. Keine Freizeitaktivitäten oder Unternehmungen. Es gibt kaum noch feste Zeiten für bestimmte Dinge, so wie früher. Dadurch ist es einfacher sich über Dinge Gedanken zu machen, für die man sonst keine Zeit hatte. 


3 Formen von Essstörungen 


Die drei Essstörungen, welche am häufigsten auftreten, sind Magersucht, Binge-Eating und Ess-Brechsucht. Alle drei Formen haben bestimmte Symptome, die sich ähneln, jedoch gibt es auch bestimmte Faktoren, in denen sie sich unterscheiden.  


Bei Magersucht ist die betroffene Person extrem untergewichtig. Um immer dünner zu werden und nicht zuzunehmen, treiben diese Menschen sehr viel Sport, benutzen Abführmittel oder übergeben sich aus Zwang. Sie haben ein verzehrtes Bild von ihrem Körper und nehmen sich als zu dick wahr. 


Menschen, die an Binge-Eating leiden, haben immer wiederkehrende Essattacken, in denen sie unkontrolliert viel essen. Häufig sind das fettige und zuckerhaltige Speisen. Nach diesen Essanfällen überkommt sie ein Gefühl von Scham und Ekel. Sie essen dann eine Zeitlang weniger und bestrafen sich selbst. Doch dies hält meist nicht sehr lange an. Menschen, die an Binge-Eating leiden, sind deshalb oft übergewichtig. 


Die Ess-Brechsucht ähnelt sehr der Magersucht. Um nicht zuzunehmen, übergeben sich die Betroffenen nach jeder Mahlzeit. Auch sie treiben viel Sport, zählen Kalorien und nehmen Abführmittel zu sich. Menschen, die an einer Ess-Brechsucht leiden sind im allgemeinen jedoch normalgewichtig. 


Soziale Netzwerke und Essstörungen 


Vom Computer an das Handy und wieder zurück. Wenn man den ganzen Tag zuhause verbringt und für fast alles das Handy oder den Computer braucht, dann führt das automatisch zu mehr Bildschirmzeit. 


Man öffnet TikTok, scrollt ein bisschen, schließt die App wieder und drückt auf das Instagram Logo. Direkt tauchen wunderschöne Fotos von jungen Frauen auf. Sie sind schlank, fit, essen gesund, haben eine Routine, schöne Zähne, gesunde Haare und sind einfach perfekt. Je mehr man scrollt, desto mehr solcher Fotos sieht man. Überall schöne, fitte Menschen welche anscheinend ein perfektes Leben haben. Unbewusst fängt man an, sich selbst in einem kritischen Licht zu betrachten. Esse ich zu viel? Treibe ich zu wenig Sport? Warum habe ich nicht so viele Freunde? Ich will auch so schlank und schön sein. Ungewollt fängt man an, sich mit einer fremden Person aus dem Internet zu vergleichen. 


Dieses falsche Bild von einem Menschen kreiert besonders bei jungen Menschen einen Druck. Man redet sich ein, dass man nicht gut genug ist und das Selbstwertgefühl sinkt. 


Um einen dünnen und fitten Körper zu haben, fängt man an, weniger zu essen, auf Kalorien zu achten und täglich Sport zu treiben. Etwas anderes hat man auch nicht zu tun. Dieses Verhalten kann mit der Zeit immer extremer werden. Irgendwann isst man fast gar nichts mehr und alles was zählt sind die Kalorien. 


Durch die Isolierung in der Pandemie fällt diese Veränderung meist nicht direkt auf. Eltern, Angehörige und Freunde wissen auch nicht genau, wie sie mit einer Person, die an einer Essstörung leidet, umgehen sollen. Wie reagiert man in solch einer Situation? 
Die betroffene Person sieht es zu Beginn auch nicht ein, an einer Essstörung zu leiden. Wer möchte sich so etwas auch eingestehen? Niemand. 


Die sozialen Medien, die Einsamkeit, Langeweile, Isolierung, der Verlust eines geregelten Alltags und so viel Zeit zuhause hat zu einem Anstieg von Essstörungen bei Kindern in der Pandemie geführt. Es ist sehr wichtig, diese Kinder zu unterstützen und ihnen zu helfen, aus dieser Essstörung wieder herauszufinden. Denn allein ist dies sehr schwer. 


Menta hilft 


Falls Sie eine Person in ihrem Leben haben, die an einer Essstörung leidet und nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, dann können sie sich gerne bei unserem Kurs über Essstörungen kostenfrei anmelden. https://www.menta.studio/creator/sophie-homeyer
Dort können Sie alles von allgemeinen Informationen bis hin zu Tipps zum Umgang mit einer Person mit Essstörung lernen. 

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