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Formen von Essstörungen bei Jugendlichen

16.08.2021

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Eine Essstörung tritt überwiegend bei Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren auf. Bei Mädchen doppelt so häufig als bei Jungen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Das soziale Umfeld, die Familie, soziale Netzwerke und die Gesellschaft spielen alle eine Rolle bei der Entstehung von Essstörungen.


Formen von Essstörungen 
Die verbreitesten drei Formen von Essstörungen sind die Magersucht, Ess- Brechsucht und das Binge-Eating. Die ersten zwei Formen treten besonders häufig bei Jugendlichen auf. 


Magersucht 
Magersucht zeichnet sich durch ein extrem geringes Körpergewicht aus. Die betroffene Person empfindet sich selbst als zu dick und ergreift deshalb harte Maßnahmen, um abzunehmen und nicht zu zunehmen. Magersucht tritt am häufigsten bei Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren auf. Die harten Maßnahmen bestehen aus strengen Diäten, hungern, zwanghaftem zählen der Kalorien, sehr viel Sport und aus Abführmitteln. Alles erdenkliche wird getan und so viel Gewicht zu verlieren, wie es nur geht, denn die Angst davor dick zu werden oder zu sein, ist immens. 


Ess- Brechsucht 
Diese Form der Essstörung ist auch bekannt unter dem Namen Bulimie. Auch hier liegt eine Fehlwahrnehmung des Körpers vor. Magersucht und Bulimie ähneln sich sehr stark, jedoch sind Menschen, die an einer Ess- Brechsucht leiden, meist normalgewichtig. 
Doch auch sie unternehmen alles, um nicht zuzunehmen. Es wird sehr viel Sport getrieben, die Kalorien von jedem Essen werden gezählt und nach dem Essen wird das gegessene erbrochen. Das Erbrechen führt zwar zu einer Erleichterung, doch dieses Gefühl wird direkt von Scham und Schuldgefühlen überschattet. Der Kontrollverlust löst diese Gefühle in der betroffenen Person aus. Die Vorstellung dick zu sein, führt zu einer Riesenangst und deshalb werden diese radikalen Schritte unternommen.


Binge-Eating 
Diese Form der Essstörung tritt seltener bei Jugendlichen auf. Beim Binge-Eating handelt es sich um Essattacken, welche die betroffene Person überkommen. In sehr kurzer Zeit stopft die betroffene Person sehr viel Essen in sich. Diese Essanfälle können bis zu einer Stunde anhalten. Nach solch einer Essattacke macht sich ein Gefühl von Scham und Schuld in der Person breit. Anders als bei Leuten, die an Bulimie leiden, wird das gegessene jedoch nicht erbrochen und es werden auch keine anderen Schritte unternommen, um eine Gewichtzunahme zu verhindern. Deshalb sind Menschen, die an Binge-Eating leiden, häufig sehr übergewichtig. Um eine neue Essattacke zu verhindern, wird das Essen anschließend sehr eingeschränkt. Doch diese Maßnahmen halten nicht lange an und enden wieder in einer Essattacke.


Soziale Netzwerke und die Familie als Grund für Essstörungen 
Kinder und Jugendliche fühlen sich bei einem gestörten Essverhalten zu dick, obwohl sie für ihr Alter und ihre Größe meist ein normales Gewicht haben. Aufgrund einer Fehlwahrnehmung von ihrem Körper, nehmen sie sich selbst anders wahr. Diese falsche Wahrnehmung führt zu einer gestörten Beziehung mit Essen und am Ende zu einer Essstörung. In der Pubertät sind besonders Mädchen mehr beeinflussbar. Man wird älter, streitet sich häufiger mit den Eltern, der eigene Körper verändert sich und Freunde und das Aussehen spielen eine immer wichtigere Rolle. Durch den Zugang zum Internet und die sozialen Netzwerke werden jungen Menschen Bilder von scheinbar perfekten Frauen und Männern präsentiert, welche alle einen großartigen Körper und ein wunderschönes Leben zu haben scheinen. Unbewusst werden diese Eindrücke abgespeichert und man fängt an sich zu vergleichen. Der eigene Körper wird kritisch unter die Lupe genommen und jeder Makel muss beseitigt werden, denn man will genauso aussehen wie die Leute auf den Fotos. 


Doch nicht nur die sozialen Netzwerke spielen eine große Rolle bei der Entstehung von Essstörungen. Die Familie und das soziale Umfeld haben auch einen Einfluss auf das Essverhalten von Jugendlichen. Die Art und Weise wie im Haushalt mit Essen umgegangen wird, wie darüber geredet wird und auch ob Familienmitglieder Kommentare über das Essverhalten von einem machen, spielen eine Rolle. Kinder sind sehr leicht beeinflussbar und die meisten mentalen Krankheiten haben ihren Ursprung in der Familie. 


Falls Sie ein Angehöriger von einer Person sind, die an einer Essstörung leidet, können Sie sich unseren Leitfaden für Eltern, Angehörige und Lehrkräfte durchlesen. Dort sind mehr Informationen für Sie zusammengefasst. Zudem haben wir auch einen Kurs, der alles rund um dieses Thema bespricht. 


Wollt ihr mehr zum Thema Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen erfahren, dann schaut euch die Videos von unserer Psychologin Sophie Homeyer an: https://www.menta.studio/creator/sophie-homeyer

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